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Im Sommer 1995 stand für mich fest, dass eine Katze ins Haus muss. Aber welche Rasse sollte es sein? Ich belas mich sehr viel und landete bei der Heiligen Birma. Jetzt wollte ich noch mehr über diese schönen Tiere hören und telefonierte durch ganz Deutschland. Ich landete bei Padderborn bei der Familie Kriesten, die ich dann aufsuchte (500 km entfernt von mir.) Dort erwarb ich meine Katze Bluette von den Arkriestocats als Liebhabertier mit der Opion auf Zucht und selbstverständlicher Nachzahlung des Zuchtmehrbetrages, wenn diese in der offenen Klasse ausgestellt war. Bluette entwickelte sich so toll, dass der Einsatz als Zuchtkatze für mich außer Frage stand. Es gab Anfangsschwierigkeiten, und erst nach der 3. Deckung bei Frau Mettel in Berlin hatte es endlich geklappt. Bluette schenkte mir 3 Babys. Ein Mädchen behielt ich selbst, und so wurde Angie der Wegbegleiter für Bluette. Diese beiden Katzen blieben lange Zeit meine einzigen Zuchtkatzen.
Wer glaubt, dass man mal einfach so Katzen züchten kann und damit noch Geld verdienen kann, der irrt sich gewaltig. Züchten heißt, Verantwortung zu übernehmen sei es bei der Auswahl der Zuchttiere als auch der Käufer von Babys. Züchten heißt, auf viele Freiheiten zu verzichten. Züchten heißt, den Gesundheitszustand der Tiere im Auge zu behalten, sie zu testen, zu impfen hochwertig zu ernähren, jede Änderungen regiestieren und darauf reagieren und sie stressfrei zu halten. Züchten heißt, den Standard einer Birmakatze weitestgehend zu entsprechen und nicht alles in die Zucht weiter zu verkaufen, nur um schnell Geld zu machen. Züchten ist kein Gewinngeschäft sondern Liebhaberei. Züchten hat Höhepunkte und Tiefen und letzteres kann alle schönen Seiten langjähriger Zucht Zunichte machen.


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